Chronik einer Bruchlandung

Politik | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Wie eine österreichische Ikone barst. Die Geschichte von Aufstieg und Fall der Austrian Airlines

Bericht: Matthias G. Bernold, Bernhard Riedmann

Es regnete. Sie lag im Wald, in unwegsamem Gelände. Zwölf Kilometer vor Moskau-Scheremetjewo. „Zuerst hat niemand geschrien. Ich hab mich von den Flammen weggeschleppt, meine Beine und mein Gesicht waren verbrannt.“ Als in den Flügeln das Kerosin explodierte, dachte sie, es wären Leuchtraketen der Helfer. „Da waren Menschen mit abgetrennten Armen, aber alles war so friedlich – komisch, nicht?“ Erst die Motoren der Ambulanzen, die Sirenen, die Stimmen holten sie wieder in die Realität zurück.

Fast 50 Jahre später schildert die damalige Stewardess Maria McQueen die Minuten nach dem Absturz der AUA-Maschine „Schubert“ am 26. September 1960. Wegen eines technischen Gebrechens – vermutlich ein defekter Höhenmesser – musste die Vickers Viscount 779D, eine Turbopropmaschine, notlanden. Von 37 Menschen an Bord überlebten sechs


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