„Wien ist ein Platz für Spione“

Politik | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Peter Gridling leitet den Bundesverfassungsschutz. Ein Gespräch über Islamisten, Agenten und Wiener Atomschmuggler

Interview: Florian Klenk

Ein grauer Betonkasten, kein Türschild, eine Portiersloge aus Holz, ozeanblaue Teppichböden im Charme der 70er: In einem ehemaligen Firmengebäude an der Ringstraße residiert das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), die frühere Staatspolizei.

Das Amt ist ins Gerede gekommen. Da wäre der Mord am tschetschenischen Flüchtling Umar Israilov, der das BVT mehrmals vergeblich um Hilfe bat. Oder die Kasachenaffäre: hochsensible BVT-Ermittlungen über Atomschmuggel wurden verraten. Und dann ist da noch die Debatte über die Rolle der Geheimdienste in Österreich, der sich nun ein parlamentarischer U-Ausschuss widmen wird. Zeit für ein Gespräch mit dem obersten Verfassungsschützer.

Falter: Herr Direktor, es war nicht leicht, Ihre Büroadresse herauszukriegen. Das Telefonfräulein wollte sie mir nicht verraten. Warum diese


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