Schwere Vorwürfe gegen den geplanten Bau des Krankenhauses Nord

Politik | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Nachdem Stephan Koller im profil schwere Vorwürfe gegen den geplanten Bau des Wiener Krankenhauses Nord (KHN) erhoben hatte, fegte ein Sturm der Kritik durch das Amtszimmer der Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ). Koller, ein Mitglied der Bewertungskommission zur Bauvergabe, kritisierte, die Vergabe an das Bieterkonsortium Porr-Siemens-Vamed sei bereits vorab ausgeschnapst gewesen. Daraufhin erhoben auch die Wiener Oppositionsparteien zahlreiche Vorwürfe gegen das Projekt: Dass bei der Ausschreibung ein Grundstück in Floridsdorf verlangt worden war, sei ebenso unüblich wie der Umstand, dass nicht neu ausgeschrieben worden sei, nachdem nur ein einziger Anbieter übriggeblieben war.

Das Grundstück des Verhandlungspartners, eine ehemalige Werkstätte der ÖBB, sei laut, kontaminiert und nicht an die U-Bahn angebunden. Von einer „Kostenexplosion“ war die Rede, da die Plankosten innerhalb von drei Jahren immens gestiegen sind. Für Donnerstag haben die Oppositionsparteien einen Sonderausschuss einberufen, um dies zu thematisieren.

Das KHN, in das drei Spitäler und einzelne Abteilungen übersiedeln werden, soll 850 Betten umfassen. Der zuständige Krankenanstaltenverbund schrieb das Projekt EU-weit als „Public Private Partnership“ aus.


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