Die Krisengewinner

Politik | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Sie wurden als Gutmenschen belächelt, doch in der Krise werden die Manager von Non-Profit-Organisationen zum Vorbild für die Wirtschaft

Essay: Michael Meyer, Ruth Simsa

Die große Blase, die auf den US-Immobilienmärkten geplatzt ist und die Finanzmärkte mit sich gerissen hat, ramponiert die Realwirtschaft und den Rest der Welt. Viel wurde darüber geschrieben, aber kaum etwas über die Rolle, die die Zivilgesellschaft dabei spielt.

Diese ist zwar nicht im Epizentrum der Krise. Aber sie wird davon nicht unberührt bleiben. Die Ansage von der „Krise als Chance“ mag nach Plattitüde und Zynismus klingen. Es wird aber auch Gewinner geben, und die Zivilgesellschaft könnte dazugehören.

Zivilgesellschaftliche Organisationen sind krisenfest. Die katholische Kirche ist zum Beispiel die älteste und robusteste aller Non-Profit-Organisationen (NPOs). Sie hat schon viele Krisen überstanden. Der Umgang mit Krisen ist Kernkompetenz vieler nichtprofitorientierter Organisationen. Sie sind Engpässe


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige