Mit Hypothekarkrediten halten sie die Massen still

Politik | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

In „Life inc.“ erzählt Douglas Rushkoff beeindruckend Geschichte neu. Das Buch liefert außerdem kluge Ideen für die Zeit nach der Krise

Rezension: Christoph Chorherr

Douglas Rushkoff beginnt sein bemerkenswertes Buch, mit einem persönlichen Erlebnis, das belegen soll, wie sehr wir nicht bloß von corporations (ich bleibe beim englischen Ausdruck und vermeide den Terminus „Konzerne“) beherrscht werden, sondern auch, wie diese denken und fühlen: Rushkoff wird vor seinem Haus in Brooklyn ausgeraubt; in einer Gegend, die von einem liberalen Publikum bewohnt wird, Marke Neubau.

Er „verarbeitet“ sein Erlebnis, indem er es auf seinem Blog erzählt. Er erwartet, dass ihm Anteilnahme und Nachdenken darüber, was man tun könne, um die „neighbourhood“ sicherer zu machen, entgegengebracht wird. Doch nichts davon. Stattdessen Mails, in denen er heftig dafür kritisiert wird, dass er es wagt, die genaue Adresse seines Hauses zu nennen, ob er nicht wisse, was das für den Immobilienwert


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