Es bröckelt das Gemäuer der Medienburg

Feuilleton | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Der ORF will weg vom Küniglberg, obwohl die Architektur Roland Rainers ein Klassiker der Moderne ist

Bergführung: Matthias Dusini

Er habe noch nie einen so schlechten Arbeitsplatz gehabt, beteuert Pius Strobl, Unternehmenssprecher des ORF. Wobei es nicht um den Vorgesetzten oder das Einkommen geht, sondern um den Arbeitsplatz im wörtlichen Sinn: Die Sonne, die sengend heiß ins Büro scheint; die Klimaanlage, die sich nicht regulieren lässt; die Mitarbeiter, die über sechs Stockwerke verstreut sind. „Der ORF braucht – auch um Zukunftssicher zu sein – einen Standort, der den Standards eines modernen Büro- und Technologiegebäudes entspricht“, sagt Strobl.

1300 Mitarbeiter bewegen sich täglich in das ORF-Zentrum am Küniglberg, Sitz des österreichischen Fernsehens, der Generaldirektion und mehrerer Unternehmensabteilungen. Manche kommen mit dem Auto, andere mit dem Bus. Die U-Bahn-Station Hietzing und das Fernsehgebäude verbindet nicht nur eine Buslinie, sondern auch die Geschichte

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