Fußball

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Armin Thurnher über des Herzogs Rat an Mozart

Dreckig: Fußball kann, Fußballer müssen es sein

Sonntage mit österreichischen Bundesligaspielen: Foulorgien, unfähige Schiedsrichter, die, statt gleich einen auszuschließen, Grätschen von hinten ungeahndet lassen und trotzdem 15 gelbe Karten austeilen – wer will so einen Dreck sehen? (Er war letzten Sonntag bei Mattersburg gegen Rapid zu sehen.) Da ist es noch besser, deutsche Sonntagszeitungen zu lesen, muss ja nicht gleich Bild am Sonntag sein. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung tut’s auch. Die hat gerade Andreas Ivanschitz, den frühpensionierten Kapitän unserer Nationalmannschaft, zum „Mozart“ erklärt, weil ihn der Bundesligaaufsteiger Mainz 05 engagiert hat. Die FaS zitiert einen Rat von Andreas Herzog für den Mainzer Mozart: „Man muss auch mal ein Drecksack sein.“ Er selbst habe das erst in Deutschland gelernt. Aufklärung im Fußball heißt, den Dreck in Säcke tun.


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