Millionengräber, Klagen und Schikanen

Steiermark | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Lannacher, GRAWE, Magna: Führende steirische Unternehmen haben Troubles in der ehemaligen Sowjetunion

Analyse: Herwig G. Höller

Putin mag Magna, und auch der austrokanadische Konzern versteht sich gut mit dem mächtigen Politiker. Während Putins Wien-Besuch im Mai 2007 unterschrieb Magna Kooperationsverträge mit dem Autokonzern Russian Machines, Hauptaktionär war der damals reichste Russe Oleg Deripaska, Putin übernahm den Ehrenschutz für die Vertragsunterzeichnung. Deripaska legte wenige Monate später 1,5 Milliarden Dollar auf den Tisch und war Magna-Miteigentümer. Die gemeinsamen Pläne waren grenzenlos, es schien, als wolle das Duo Stronach-Deripaska die daniederliegende Autoindustrie Russlands retten.

Zwei Jahre später geht es den russischen Autobauern schlechter denn je. Deripaska musste 2008 seinen Magna-Anteil wieder abgeben, er hatte alles auf Pump gekauft. Und das einzige größere Projekt, an deren Umsetzung die Austrokanadier beteiligt waren, erwies sich als Millionengrab.


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