Sport in Kindergarten und Schule

Special | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Ein neuer Campus am Monte Laa verbindet Kindergarten und Schule mit Freizeit.

„Bewegung ist für manche ein Fremdwort. Leider beginnt das oft schon in der Volksschule“, sagt Rudolf Leber. Er leitet ein Bildungsprojekt, das im Herbst am Monte Laa erstmals umgesetzt wird. In ganztägiger Betreuung will man Kindergarten, Schule und Freizeit miteinander verbinden und den Übergang zwischen Kindergarten und Schule erleichtern.

Auch bei der architektonischen Planung wurde darauf geachtet, möglichst viele Gemeinsamkeiten zu schaffen. Es gibt einen gemeinsamen Eingangsbereich und eine gemeinsamer Essbereich. Auch die Freizeitanlagen, wie Spielplatz, Turnhalle und der Sportplatz auf dem Dach der Turnhalle, können von Kindergarten und Schule genutzt werden.

Die Kinder sollen sich neben Unterrichtsfächern wie Mathematik und Deutsch auch mit Musik, kreativem Gestalten oder Sport befassen. Unterricht und Freizeit können im Laufe des Tages abwechseln. Im September startet der Schulbetrieb mit drei ersten Klassen und einer Mehrstufenklasse. In dieser werden Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse Volksschule gemeinsam betreut. „Auch wenn manche diesem Modell kritisch gegenüberstehen: Die jüngeren Kinder können von den älteren lernen und umgekehrt“, verspricht Leber. Auch für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund sei das eine wirksame Lösung.

In Wien soll es in Zukunft mehrere Projekte wie den Campus in Wien-Favoriten geben. Zwei weitere Bildungseinrichtungen mit den Schwerpunkten Musik, Kreativität und Sport sind auf dem Areal des ehemaligen Nordbahnhofs und auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern geplant.

Campus Monte Laa, 11., Rudolf-Friemel-Gasse 3; weitere Informationen im Internet unter www.stadtschulrat.at


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