TheaterKritik

Daham statt Evangelisch

Steiermark | Gregor Schenker | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Finster ist es in Tirol. Die Menschen sind erstarrt. Der kaiserliche Reiter mordet und brandschatzt und vertreibt die Anhänger des Augsburger Bekenntnisses von ihren Höfen. Doch ihre Kinder müssen bleiben, um zum rechten Glauben geführt zu werden. Regisseur Peter Faßhuber benützt Karl Schönherrs Blut-und-Boden-Drama „Glaube und Heimat“, um exemplarisch Ausgrenzung zu hinterfragen, und geht der Gefahr des Volkstumkitsches durch eine extrem trockene und langsame Inszenierung erfolgreich aus dem Wege. Bei der hier vom Falter rezensierten Vorstellung war der filigrane Rhythmus durch den Unfall einer Schauspielerin empfindlich gestört. Unfallfrei ist der Abend sicher von bohrender Eindringlichkeit.

THEO, Oberzeiring, Do (30.7.) und Mi 20.00


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