Kolumne

Obama und der Rassismus: Der Weg zur Aufklärung ist weit

Außenpolitik

Franz Kössler | Falter & Meinung | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Der Präsident, dessen Wahl der klarste Gegenbeweis zum Rassismus in den USA sein sollte, hat jetzt selbst eine Polemik ausgelöst, die zeigt, dass das aufgeklärte postrassistische Amerika noch nicht Realität ist.

Wie sehr sich die Zeiten geändert haben, versteht man, wenn man sich an Präsident Richard Nixons Ausspruch 1973 erinnert: „Es gibt Zeiten, in denen eine Abtreibung notwendig wird … wenn man einen Schwarzen und eine Weiße (als Eltern) hat.“ 35 Jahre später wählten die USA Barack Obama zum Präsidenten, ein Kind genau einer solchen Konstellation. Im Wahlkampf hatte er das Rassenthema zu entschärfen versucht und es gemieden. Eine Bemerkung am Rande einer Pressekonferenz hat es jetzt neu belebt.

Die Polizei habe töricht gehandelt, sagte der Präsident zur Festnahme des Harvard-Professors Henry Louis Gates in dessen Haus in Cambridge. Der Präsident stellte sie in den Kontext der allgemeinen Erfahrung von Afro-amerikanern und Latinos in den USA, die aufgrund ihrer Hautfarbe

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige