„Niemand wird bezahlen!“

Politik | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Bundeskanzler Werner Faymann im Gespräch über die Folgen der Finanzkrise, sozialdemokratische Gegenstrategien und, natürlich, die Medienpolitik Interview: Armin Thurnher

Der Kanzler geht auf Urlaub; den hat er sich verdient. Vorher gab er noch schnell dem Falter ein Interview. Es fand wenige Minuten vor dem Treffen mit Finanzminister und Vizekanzler Pröll in Sachen Spekulation der Bundesfinanzbehörde statt und ziemlich genau ein Jahr, nachdem Werner Faymann als Parteivorsitzender die Nachfolde Afred Gusenbauers angetreten hat.

Falter: Herr Bundeskanzler, wo stehen wir: mitten in der Krise, danach, oder kommt das Schlimmste erst?

Werner Faymann: Heraußen sind wir noch nicht. Wenn nicht aus den USA eine zusätzliche Welle auf uns zukommt oder etwas aus Europa, das wir nicht kennen, wird sich nächstes Jahr der Finanzmarkt stabilisieren. Das heißt noch lange nicht, dass die Arbeitslosigkeit zurückgeht. Es wird länger dauern, bis Menschen, die jetzt an der Armutsgrenze leben, Jobs haben,


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