Tschetschenische Rebellen ohne Heimat

Politik | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Starb der asylberechtigte Tschetschene Salman U. beim Versuch, als Rebell in seine Heimat zurückzukehren?

Bericht: Stefan Apfl

Der erste Schuss fällt um drei Uhr nachts. Sechs bewaffnete Männer marschieren durch das Grenzgebiet zwischen Aserbaidschan, Georgien und Dagestan, als sie in ein Feuergefecht mit aserbaidschanischen Grenzbeamten geraten. Der 30-jährige Salman U. wird im Schusswechsel getötet, seine fünf Kameraden konnten zunächst fliehen, drei von ihnen wurden in den Folgetagen festgenommen.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht des 16. Juli, 2500 Kilometer entfernt von Wien. Dennoch sorgt er im Außen- und Innenministerium für Aufsehen: Der 30-jährige Salman U. war ein in Österreich lebender Asylberechtigter. Seine Witwe empfing vergangenen Donnerstag den Sarg aus Baku. Dort hatten Behörden kurz nach dem Vorfall mit Hinweis auf U.s Vollbart angedeutet, dass es sich bei der Gruppe wohl um tschetschenische Dschihadisten gehandelt habe. „Noch wissen wir nichts über den


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