Der Mythos vom grünen Schlaraffenland

Politik | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Seit sechs Jahren regieren die Grünen in Oberösterreich mit. Was haben sie wirklich erreicht?

Spurensuche: Ingrid Brodnig

Auf einer Wiese in Oberösterreich steht ein Symbol für die Energiewende. Es ist Xolar, Österreichs größte Solaranlagenfabrik. Der riesige Neubau mit 1100 Quadratmeter Sonnenkollektoren ist das erste europäische Industriehaus Europas in Passivbauweise. Die Firma siedelte sich 2008 in Eberstalzell an, einer kleinen Gemeinde circa 40 Kilometer westlich von Linz.

Wenn es im Sommer heiß ist, brummt hier keine stromfressende Klimaanlage. Wenn es im Winter schneit, läuft keine Heizung. Das Haus reguliert seine Temperatur selbst, sogar in der 17.000 Quadratmeter großen Fabrikshalle. Da schweißen Roboterarme Kupferrohre an, bauen Facharbeiter Sonnenkollektoren zusammen und messen Raumsensoren permanent Temperatur und Schadstoffbelastung. Wird es zu warm, schließen die Fenster automatisch. Stromvergeudung gibt es nicht.

„Ein Leuchtturmprojekt“ nennt Rudi Anschober


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