Wer zahlt den nächsten Scoop?

Medien | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Die Zeitung ist sterbenskrank. Traurig oder egal? Vielleicht liegt die Zukunft des Journalismus anderswo

Bericht: Matthias G. Bernold

Von San Francisco nach Detroit, von New York bis London: Die Zeitung aus Tinte und Papier ist sterbenskrank. In Colorado lief im Februar die letzte Ausgabe der 149 Jahre alten Rocky Mountain News vom Stapel. Der Tribune-Konzern, dem neben der Chicago Tribune auch die auflagenstärkste englischsprachige Zeitung des Westens, die Los Angeles Times, gehört, sprach kürzlich eine Konkurswarnung aus. Und die New York Times, die sich 2007 einen 300 Meter hohen Glaspalast in Manhattans Midtown errichten ließ, verscherbelte den Wolkenkratzer bereits zwei Jahren später wegen massiver Geldprobleme, um danach kleinlaut ein paar Stockwerke für die Redaktion zurückzumieten. In London hieß es zuletzt, der traditionsreiche Observer stehe vor dem Bankrott.

8000 Journalisten verloren heuer allein in den USA ihren Job. Das Blog „Newspaper Death Watch“ trägt täglich


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