Menschen im goldenen Käfig

Feuilleton | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

In „Zerrissene Umarmungen“ macht Pedro Almodóvar das Gleiche wie immer

Filmkritik: Michael Pekler

Im Kino des Pedro Almodóvar ist alles Staffage. In ihm tummeln sich die Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs, finden schicksalhafte Begegnungen statt, gehen Wortgefechte und Lippenbekenntnisse oft buchstäblich über die Bühne. Viele schätzen genau das am Werk des knapp 60-jährigen Spaniers und erklären seine stilisierte Bildästhetik zur Handschrift eines großen europäischen Autorenfilmers.

Man kann aber auch die Frage stellen, wieso die Filme Almodóvars seit Jahrzehnten so aussehen und ob diese bunten Attacken, mit denen er vor vielen Jahren neben Regisseuren wie Francis Ford Coppola und David Lynch gegen den Realismus mobil machte, heute in dieser Form tatsächlich noch gültig sind.

In „Los abrazos rotos“ („Zerrissene Umarmungen“), dem jüngsten Film Almodóvars, kann man zum Beispiel sehen, wie sich Penélope Cruz – nach Marisa Paredes mittlerweile Almodóvars bevorzugte


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