Nüchtern betrachtet

Ich werde nach dem Weg gefragt. Teil eins

Feuilleton | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Als ich den Bahnhof Purkersdorf-Sanatorium verließ, kam eine junge Frau auf mich zu. Sie hatte fröhliche Augen und ein freundliches Wesen (es mag auch andersrum gewesen sein) und frug mich: „Können Sie mir vielleicht sagen, wie ich von hier möglichst rasch nach Groß-Enzersdorf komme?“ „Es freut mich, dass Sie diese Frage an mich richten“, antwortete ich, „denn in der Tat kann ich sie Ihnen beantworten. Sie biegen jetzt links in die Hauptstraße ein. Nach wenigen Minuten werden Sie auf einen Rohbau im Neureichenhaziendarokkoko stoßen. Wenden Sie Ihren Blick rasch ab und gehen Sie weiter, bis Sie zur Kielmannsegg-Brücke gelangen, wo Sie die Bahngeleise überschreiten. Halten Sie stur gegen Osten, die Geleise immer zu Ihrer Rechten. Gehen Sie über die Josef-Harrer-Brücke, betreten Sie die Regulierungsanlagen, die Sie bald zu Ihrer Linken gewahren werden, aber nicht, denn dies ist


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