Nigerianerinnen auf dem Straßenstrich: das Geschäft mit der Ware Frau

Stadtleben | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Wer in der Nähe des Praters wohnt, kann die schwarzen Frauen nicht übersehen, die hier nachts am Straßenstrich stehen. Einige hundert Nigerianerinnen, schätzt Exit, gehen in Wien der Prostitution nach, die meisten nicht freiwillig.

Das Geschäft folgt stets einem ähnlichen Muster: Junge Frauen werden mit einem Flugticket nach Europa gelockt, samt der Aussicht, dort Asyl zu bekommen. Zunächst jedoch, sagt man ihnen, müssten sie die Kosten für Reise und Vermittlung zurückzahlen. Bei Ankunft belaufen sich die angeblichen Schulden auf durchschnittlich 40.000 Euro, diese müssen am Strich abgearbeitet werden. Laufend werden neue Spesen für Kost, Quartier und Kleidung dazugerechnet. Eine Madame, meist eine Ex-Prostituierte, ist für die Alltagsorganisation mehrerer Mädchen verantwortlich.

Die österreichische Asylpraxis spielt den Menschenhändlern in die Hände. Diese legen den Frauen nahe, der Asylbehörde erfundene Geschichten zu erzählen – sie wissen, dass diese Anträge chancenlos


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