Das kreierte Pulverfass

Stadtleben | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Warum die Flüchtlingssiedlung Macondo, Heimat von 3000 Vertriebenen, sukzessive zerstört wird

Bericht: David Krutzler, Florian Niederndorfer

Es ist eine Katastrophe. Schon wieder müssen wir weg“, sagt Frau A.*, die mit tief ins Gesicht gezogenem Schleier auf der Wiese steht und ihrem Sohn beim Spielen zusieht. In seinem bemalten Tretauto fährt der kleine Tschetschene zwischen Regenlacken Slalom. „Ihm habe ich es noch gar nicht erzählt, dass wir ausziehen müssen.“ Wie es weitergehen soll, weiß sie selbst noch nicht.

Geht es nach den Plänen des Innenministeriums, könnte es mit dem Familienleben bald vorbei sein. Denn das von 180 Flüchtlingen bewohnte Haus des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in der Kaiserebersdorfer Flüchtlingssiedlung Macondo – mit insgesamt über 3000 Vertriebenen aus aller Welt – muss bis Ende September geräumt werden. Anfang 2010 wird es dem Ministerium zur weiteren Nutzung übergeben.

Einem allseits gelobten Integrationsmodell droht so das


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