Das balancierende Festival

Steiermark | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Von morgens bis Mitternacht. Der Falter hat sich einen Tag lang auf die Suche nach dem La-Strada-Feeling begeben

Reportage: Hermann Götz

Es ist 09.30 Uhr, die Schatten der Allee bedecken noch die Passamtswiese im Stadtpark. Vor dem winzigen Zirkuszelt, das im feuchten Gras steht, wartet bereits eine Menschentraube auf die Schlacht um Karten für den belgischen Circo Ripopolo. Wenig später tauchen jungen Frauen in orangen T-Shirts auf und beteuern: keine Karten mehr. Sie dürften den Satz an diesem Sonntag noch oft wiederholt haben, La Strada ist längst kein spontaner Event mehr. Zählkarten werden bestimmen, wer am 5. August die letzte Gelegenheit hat, den Circo Ripopolo zu sehen. Je zwanzig Leute können verfolgen, wie die Übertreibungskünstler ihre Minimundus-Version der großen Zirkuswelt mit Ironie und Italo-Charme würzen.

Kostenlose Veranstaltungen sind bei La Strada seltener geworden und haben oft Interventionscharakter – wie etwa der Auftritt der australischen Truppe The Cycologists.


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