Der Koloss von Tieschen: Ein Zeichen des Himmels?

Steiermark | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

In einem südoststeirischen Dorf steht die angeblich größte Franziskus-Statue der Welt. Eine Zeitreise

Zeitreise: Herwig G. Höller

Wieder eine kleine steirische Hauptstadt – diesmal im Südosten: Das Dorf Tieschen liegt am Fuße des Königsbergs, der vor Ort als Berg eines namentlich unbekannten Regenten verstanden wird. Im neunzehnten Jahrhundert wurde hier ein prähistorischer Steinwall entdeckt. Der Landesarchäologe Walter Schmid, der in den späten Zwanzigerjahren die Keltenhauptstadt „Noreia“ erfunden hat (siehe Falter 31/09), schrieb von Spuren einer „ostnorischen Kultur“. Als das Dorf im Sommer 2006 das sechshundertste Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung feierte, wurde sein historischer Status auch offiziell anerkannt. In der Urnenfelderzeit, so erklärte Franz Voves (SPÖ) damals, hätte der Landeshauptmann natürlich am Königsberg residiert.

Nichtsdestotrotz – und obwohl das traditionell ÖVP-dominierte Tieschen seit 2000 erstmals von einem sozialdemokratischen


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