Heidi List

Lolita

Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Kolumnen | aus FALTER 32/09 vom 05.08.2009

Was Sie nie über Sex wissen wollten: Heidi List antwortet, bevor Sie fragen

Die ersten Sommergeschichten trudeln an mein Ohr. Diese zum Beispiel: Ein Bekannter urlaubte alleine auf Sylt. Er freundete sich zuerst mit einem deutschen Burschen an und gemeinsam lernte man Lolita kennen. Langes blondes Haar, langes braunes Bein. Man verbrachte eine trinkende, flirtende Non-Stop-Gaudi-Zeit miteinander. Am Tag vor der Abreise lud sie für den Abend in die Umkleidehütte am Strand. Dort fanden die beiden Kerzenschein vor, einen Spiegel (!) und eine Matratze. Darauf: Lolita wie Gott sie schuf, abzüglich irgendeines Haares unterhalb des Halses, mit den Worten: „Meine Herren, es ist angerichtet.“ Nach ein wenig Geschmuse und Geschlecke bat sie um die Benützung von Kondomen. Hatten sie keine. Weit und breit auch keine zu kriegen. Da zog sie ihr Kleidchen wieder über ihren haarlosen Körper und sagte: Wer so blöd ist, darf nicht ran. Man treffe sich an der Bar. Weg war sie.

Der Bekannte behauptet, sie seien noch lange vor der Umkleidehütte am Strand gestanden und hätten ihr nachgeschaut. Und ihre beiden Rohre zitterten leicht im Wind. Ich will’s ihm gerne glauben, weil es doch gar so romantisch klingt.


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