Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Namenswitze gelten zu Recht als unterste Schublade, aber mitunter sind sie fast unvermeidbar. Der Name der Stunde ist fraglos Martin Hollunder-Hollunder. Er gehört dem Chefinspektor und Bundeseinsatztrainer, der zurzeit in Print, Funk und Fernsehen ständig zum Thema polizeilicher Gewalteinsatz zu Wort kommt, nachdem ein Polizist in Krems einen 14-Jährigen von hinten erschossen hat. Viele Menschen haben Hollunder-Hollunder zunächst für einen Druck- oder Insertfehler gehalten. Stimmt aber. Hollunder-Hollunder muss man aber schon auch heißen wollen. Und aus naheliegenden und niedrigen Gründen finde ich es schade, dass Stefan Apfl kein Interview mit Hollunder-Hollunder gemacht hat. Apfl hat dafür mit Martin Graf gesprochen (das ist allerdings überhaupt nicht komisch, da helfen auch die Grafensteiner Äpfel kein bisschen), gemeinsam mit Florian Klenk, der wiederum, unterstützt von Matthias G. Bernold, den ehemaligen Libro-Chef Andrè Rettberg vor dem Mikro hatte.

Hätten wir auch noch André Heller im Blatt, wär’s ein echter austriazistischer André-Hattrick (mit dem „-é“ bzw. „-è“ muss man es ja nicht sooo genau nehmen), weil uns André Müller sein Grass-Interview zum „Geschenk“ gemacht hat. Warum – „Sympathie? Irrsinn?“ –, weiß er selbst nicht so genau, aber wir nehmen es natürlich mit Handkuss an, auch wenn der Terminus „Geschenk“ hier durchaus im metaphorisch erweiterten Sinne zu verstehen ist. Mir bleibt jetzt nur noch, Ihnen einen schönen August und mir einen schönen Urlaub zu wünschen – man sieht sich (im September wieder)!


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige