Seinesgleichen geschieht

Wie unsere marode Rechte einmal einen Freiheitsmythos wiederbeleben wollte

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Bei den letzten Nationalratswahlen hat die Rechte die Ergebnisse der besten Haiderzeiten übertroffen. Glaubt man den Umfragen, ist sie weiterhin im Aufwind. Man kann das nicht allein mit der Verfassung der anderen Parteien erklären, noch weniger mit dem allgemeinen Trend nach rechts. Und am allerwenigsten mit dem Zustand der Rechtsparteien selbst. Die Hoffnung aller politisch Interessierten auf eine salonfähige Rechte, die Österreichs Politik Alternativen jenseits der großen Koalition eröffnen würden, sind hinfällig. Das Personal dieser Rechten stellt eine solche Zumutung an die österreichische Öffentlichkeit dar, dass diese mit der leidigen Chose wie gehabt verfährt: Sie verdrängt sie.

Zwei Beispiele: Die eine Fraktion der Rechten, das BZÖ, stellt zwar in Kärnten den Landeshauptmann. Diesem wird jedoch von der Justiz Strafunmündigkeit unterstellt. Das geht aus den Weisungen der Problembärenabteilung des Justizministeriums hervor, die Kollege Klenk in diesem Falter aufdeckt


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