Worum es in Krems wirklich geht

Falter & Meinung | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Die Polizei muss sich aus dem Würgegriff der Hardliner befreien. Sonst nützen auch gerechte Freisprüche nichts

Kommentar: Florian Klenk

Neulich in einer niederösterreichischen Gemeinde: Eine alleinstehende Frau findet ihr Haus im Chaos vor, alle Wertsachen wurden gestohlen. Es riecht noch nach den Einbrechern, die das Haus tagelang ausgespäht haben mussten.

Das Opfer alarmiert den Dorfgendarm. Selbstlos kontrolliert der mit gezückter Waffe das Haus. Die Einbrecher sind Gott sei Dank schon über alle Berge.

Danach kümmert sich der Polizist um das Opfer, beruhigt es und erzählt von einem Einsatz, den er kürzlich selbst erlebt habe. Ein Dieb sei gefasst worden, mit einem fremden Auto wollte der flüchten. „Um den Wagen nicht zu beschädigen“, so erzählt er, „haben ihm Kollegen durchs Seitenfenster ins Bein geschossen.“

Um ein Haar wäre der Dieb daran verblutet. So wie die falschen Polizisten aus Rumänien, die vergangenes Jahr auf der S1 genau auf diese Art gestoppt wurden. In


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