Das Schweinegeschäft

Politik | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Wie die Pharmaindustrie mit dem weltweiten Grippewahn Milliarden verdient

Bericht: Martin Gantner

Der Druck ist enorm. „Die Grippe kam praktisch über Nacht, und Fehler darf man sich keine leisten.“ Thomas Geiblinger wählt seine Worte mit Bedacht. Der Pressesprecher von Gesundheitsminister Alois Stöger wägt ab, warnt und beruhigt zugleich. Die Pandemie zu leugnen wäre sinnlos, sie zu beschwören gefährlich. Denn eines soll auf alle Fälle vermieden werden: „unbegründete Hysterie“.

Seit drei Monaten hat die Schweinegrippe die Welt fest im Griff. 153 Länder – darunter Österreich – sind bereits betroffen. 208.000 Menschen sind oder waren mit dem Virus infiziert. 1688 Menschen starben an den Folgen der Grippe. In Österreich gab es bis zu Wochenbeginn 192 Infektionen, aber noch keinen Todesfall. „Wir müssen aber davon ausgehen, dass auch hier Menschen an dem Virus sterben werden“, sagt Geiblinger.

Noch ist die Schweinegrippe aber nicht gefährlicher als jede andere saisonale


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