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Pressekolumne

Medien | Martin Gantner | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Jeder könne sich vorstellen, dass Markus Rogan nervt. Doch warum ist das so, fragt News-Chefredakteur Atha Athanasiadis im Leitartikel der aktuellen Nummer. Seine Antwort: „Weil Rogan einfach zu schlau, eloquent und goschert für einen Sportler ist.“ Scheinbar aber immer noch nicht schlau genug, um zu wissen, dass es unklug ist, von einer dreieinhalb Meter hohen Mauer zu springen und in ein Lokal zurückzukehren, aus dem man eben erst delogiert wurde. Klar kommt so was vor. Weiß auch Athanasiadis. Deshalb sei der eigentliche Fehler Rogans, „dass er nicht einfach den Mund gehalten hat“. Schwierig, einfach so den Mund zu halten, wenn man nicht nur superschlau, sondern auch noch supereloquent ist. Ob Rogan tatsächlich auch goschert war, werden jetzt die Anwälte klären. Der News-Chefredakteur verzeiht den Fehler indes nicht. Denn hätte Rogan einfach Athanasiadis’ Rat befolgt, dann würde sein Gesicht samt Veilchen jetzt nicht auf dem Cover der aktuellen Ausgabe prangen. Doch auch Fehler eines Markus Rogan gehören bestraft. Klar.


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