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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Vergangene Woche waren wir Internetjunkies auf Entzug, ganz unfreiwillig. Zuerst war Twitter nicht mehr erreichbar. Dann hatte auch noch das Freundschaftsportal Facebook Probleme. Das machte es immens schwierig, das eigene Innenleben und brandaktuelle News online weiterzureichen. Natürlich hätte sich die Community auch mit anderen Webdiensten wie YouTube oder MySpace die Zeit vertreiben können. Aber das ist, wie wenn man einem Crackabhängigen rät, als Ersatz ein bisserl Hasch zu rauchen. Kommt ja gar nicht infrage! Trotzdem gingen manche User mit dem Ausfall überraschend rational um. „Auch mal angenehm, wenn das Hintergrundrauschen wegfällt“, schrieb jemand. Stimmt. Jetzt hatten wir endlich Zeit, wieder die Natur zu genießen, ohne dauernd davon Fotos zu machen und diese auf Twitter zu verlinken. Oder wir konnten wieder ohne Ablenkung arbeiten. Diese Kolumne wurde zum Beispiel in dieser ruhigen Zeit verfasst. So, nun ist sie fertig. Können wir jetzt bitte wieder Twitter aufdrehen?


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