„Ich bin gescheitert und gebrandmarkt“

Medien | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Ex-Libro-Boss Andrè Rettberg rüstet sich für den Prozess seines Lebens und die Zeit im Gefängnis

Gespräch: Matthias G. Bernold, Florian Klenk

Ein Lehrstück über Aufstieg und Fall eines Visionärs. So kann man das Leben Andrè Rettbergs auch verstehen. In den 90er-Jahren war er noch ein gefeierter Manager, der mit neuen Ideen den Kampf gegen die Buchpreisbindung focht und davon träumte, Libro zum internationalen Medienkonzern und Internetunternehmen auszubauen. Doch bald schon führte Rettberg den Buchdiskonter 2002 in die drittgrößte Pleite der österreichischen Geschichte. Mehr als 300 Millionen Euro beträgt der Schaden. Seit sieben Jahren ermitteln die Behörden, in Kürze wird die Staatsanwaltschaft Anklage erheben. Im Herbst soll geklärt werden, ob er und die anderen Libro-Manager die Investoren über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens in die Irre geführt haben.

Beim Interview, das in der Kanzlei des Wiener Rechtsanwalts Elmar Kresbach stattfindet, schickt der


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