Die Revolution in der Blockhütte

Feuilleton | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Die Künstlerin Ekaterina Shapiro erkundete die große Zeit der Moskauer Architekturavantgarde

Porträt: Matthias Dusini

Moskau, Mai 2008. Die Künstlerin Ekaterina Shapiro (Jg. 1980) nutzt die Mittagspause während einer Reiseführung, um ihr Elternhaus in der Nähe der Tretjakow-Galerie aufzusuchen. Baumaschinen stehen vor dem Holzhaus, rüde drängt sie ein Arbeiter vom Eingang weg. „Ich wollte doch nur noch mal mein Kinderzimmer sehen“, erklärt die Künstlerin.

Shapiro gehört zu jener Generation, die als Kinder die Armut der letzten Sowjetjahre erlebte, sich als Jugendliche ins Chaos der postkommunistischen Zeit stürzte und sich nun, nach Studienjahren im Ausland, auf die eigene Herkunft besinnt.

Sie veröffentlichte ein Buch über die avantgardistische Architektur Moskaus und beendete das Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien mit einem kleinen Museum der Sowjetzeit.

Sie lud die ehemalige Dissidentin und Theaterregisseurin Ella Opalnaja ein, ihre Sammlung von Alltagsgegenständen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige