Welt im Zitat

Fehlleistungsschau

Feuilleton | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Den Muttermund weit offen

Ich habe geschroteten Leinsamen in Wasser aufgelöst gegessen. Ein ekelhafter Schlatz. Aber das macht die Schleimhäute schön weich, und es gibt „Flutsch-Babys“, sagt man. Aber beim Mattia war es so, dass ich die Wehen richtig gut veratmen konnte. Denn normalerweise krampft man sich ein und ist von den Wehenschmerzen total überfordert. Diesmal habe ich richtig mitgeatmet. Es war eine feine Geburt. Wir hatten am 17. Juli in der Früh einen normalen Vorsorgetermin im Spital in Kufstein, und da war der Muttermund schon sechs Zentimeter weit auf.

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