Nüchtern betrachtet

Ich werde nach dem Weg gefragt. Teil zwei

Feuilleton | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Was bisher geschah: Eine freundliche junge Frau will von mir wissen, wie man zu Fuß am schnellsten von Purkersdorf nach Groß-Enzersdorf gelangt. Da ist sie nun wirklich einmal an den Richtigen geraten! Souverän erkläre ich ihr, wie sie in die Kleine Steiermark, den logischen Zwischenstopp aller Wiendurchquerungen gelangt. Dort sitzt sie nun seit einer Woche beim Imbiss und wartet auf weitere Instruktionen.

„So gut es Ihnen hier auch munden mag (die Leberknödelsuppe ist exzellent), Sie sollten nicht ewig sitzen bleiben. Viel Schönes, aber auch Anstrengendes wartet noch auf Sie, und unter viereinhalb Stunden ist das kaum zu schaffen. Ich persönlich finde ja den Abschnitt, der jetzt kommt, besonders reizvoll: den purpurblauen Wildzwetschkengatsch auf der Kelsenstraße etwa – knalliger wird’s kaum noch. Und diese Kontraste zwischen Urbanität und Wildwuchs, zwischen 30er-Jahre-Gemeindebau


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