Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

... dass man mit der Kutsche von Triest bis nach Wien kommt. Zumindest nahmen vergangene Woche ein paar Fans für die historische Strecke Postkutschengespanne aus dem 18. Jahrhundert – mit zwölf PS. Und niemand rief: „Die armen Pferdeln!“

… dass das Casino Baumgarten erhalten bleiben muss. Das fordert zumindest eine „Bürgerinitiative zur Erhaltung des Casino Baumgarten als Kulturstättte“. Das Gebäude im Westen der Stadt mit seinem historischen Saal werde „seit Jahren dem Verfall preisgegeben“. Es ist im Besitz des SPÖ-nahen Verbands der Wiener Arbeiterheime und soll einem Pensionistenheim weichen.

… dass die Leute vom Wagenplatz schon wieder übersiedeln müssen. Die Dauercamper hatten erst kürzlich ihren damaligen Standort verlassen und auf einem Gelände in der Baumgasse campiert. Dieses Grundstück, es ist im Besitz des Baukonzerns Porr, muss man nun auch wieder verlassen und zieht weiter. Mit Rädern untendran.

... dass Glutnester lange glimmen. Der Brand in einem Ottakringer Lagerhaus soll nun laut Wiener Feuerwehr dazu führen, dass die Brandschutzvorgaben für Lagerhäuser verschärft werden. Es sei „einer der gefährlichsten Einsätze der letzten Jahre“ gewesen, so ein Feuerwehrsprecher.

... dass das Sommerloch von langer Hand geplant wurde. Den Eindruck erweckt zumindest die Wiener ÖVP, die jede Woche ein neues heißes Eisen anpackt. Diese Woche ist die Donauinsel dran: Die Probleme reichten von der Verschmutzung von Grillplätzen bis zu Reibereien zwischen Radlern und Fußgängern. Die SPÖ teilt die Sorgen der Volkspartei erwartungsgemäß nicht und spricht von „krankjammern“. Was kommt als Nächstes?


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