Rettet die Säle …

Stadtleben | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Vor genau acht Jahren brannten die Sofiensäle ab. Seitdem wartet die Ruine auf ihren Wiederaufbau. Und wartet

Bericht: Joseph Gepp

Ein Jugendstil-Schriftzug ist vom alten Glanz geblieben. „Sofiensaal“ steht über dem Tor in verspielt-geschwungener Fin-de-Siècle-Manier, und dahinter wachsen Büsche auf Gemäuern und Ziegelstücke bröckeln von baufälligen Wänden.

Die Sofiensäle, dritter Bezirk, Marxerstraße. Einst spielte Johann Strauß bei rauschenden Ballnächten auf, unter den Logen standen goldene Statuen. 1926 wurde hier die österreichische NSDAP (neu) gegründet und hielt bis zu ihrem Verbot 1933 mehrere Massenveranstaltungen ab. In den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts fanden noch Festwochenaufführungen und Clubbings statt. Dann, am 16. August 2001, einem heißen Sommertag vor genau acht Jahren, fing das Dach nach Flämmarbeiten Feuer. Die ehrwürdigen Säle brannten vollständig aus. Die Brandursache wurde nie geklärt. Seitdem stehen sie da, eine Fassade, einige Mauern,


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