Schmoren im Marokkanertopf

Stadtleben | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Ein Geschäft für marokkanisches Kunsthandwerk wurde zum Tajine-Zentrum

Vor ein paar Tagen meinte Moh el Hamdaoui noch, er wisse nicht so genau, wann er aufsperren würde. Er sei so müde, so erschöpft, der Umbau. Vorige Woche hat er’s dann doch geschafft, gut so, weil Wien nun – endlich! – ein spezielles, kleines und auch ziemlich hübsches marokkanisches Lokal hat, das sich auf die Zubereitung der fantastischen Tajine-Schmorgerichte aus den gleichnamigen Tontöpfen versteht.

Seit 2003 handelte Moh hier in der Neubaugasse mit nordafrikanischem Kunsthandwerk und diesen formschönen, großen Töpfen, die nach ein- oder keinmaligem Gebrauch so wunderbar Staub und klebrigen Küchendunst ansetzen, ja, gleich neben dem Fonduetopf und dem Wok. Und weil alles ständig in Bewegung sei, wie er sagt, machte er nun ein Lokal draus.

Eine befreundete Innenarchitektin besorgte Material aus Marokko und Amsterdam, schön perforierte Kugellampen und stilisierte Verblendungen schaffen neomaghrebinische

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