Tipp Pop

The Whitest Boy Alive: Popband spielt Disco

Lexikon | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Wir sind Disco dritten Grades“, verkündeten Indiepop-Crooner Erlend Oye und seine deutschen Bandkollegen von The Whitest Boy Alive vor drei Jahren, als sie ihr charmantes Debütalbum „Dreams“ veröffentlichten. Dritten Grades, weil sie nach der Ableitung von Disco in der House-Music die nächste Stufe darstellen – House, mit Pop/Rock-Instrumentarium gespielt. Das ist nicht nur eine nette Idee, sondern zeitigte auch schon tolle Resultate, zuletzt auf dem Album „Rules“. Dieses bietet zwar keine Neudefinition der freundlichen Menschmaschine The Whitest Boy Alive, deren Instrumentalisten vor allem Loops spielen, aber wieder einige sehr schöne und tanzbare Songs.

Die Regel, nach der der bekannteste Brillenträger Skandinaviens und seine Mitmusiker Marcin Öz, Sebastian Maschat und Daniel Nentwig vorgehen, lautet, alles live einzuspielen und dabei möglichst auf heute übliche Studiotechnologie und Soundprogramme zu verzichten. Auf Platte wird die Umsetzung manchmal etwas statisch, in der Hitze des Livegefechts tauen die vier Nerds aber auf – im Konzert ist diese inzwischen gut eingroovte Band ein Erlebnis. An guten Tagen auch mindestens super ist ihr Support Erobique, ein Drittel von International Pony.

Arena, Di 20.00


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