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Kurz besprochen

Lexikon | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Roman

Oleg Jurjew: Die russische Fracht. Aus dem Russischen von Elke Erb und Olga Martynova. Suhrkamp, 220 S., € 23,50

Auf der Flucht vor der russischen Mafia geht der 27-jährige Wenja Jasytschnik (russisch für Heide) in St. Petersburg an Bord eines ukrainischen Frachters. Auf der Fahrt durch die Ostsee nach Kiel stellt sich heraus, dass die Atenov ein Geisterschiff ist: An Bord befinden sich lebende Leichen in Kühlschränken, Gogol’sche Seelenaufkäufer, geheimnisvolle Vertreter der AgrarExportTransit GmbH, die Bologneser Hündchen beim Zoll als japanische Zwergschafe ausgeben, um das Importverbot zu umgehen.

Dergleichen Täuschungsmanöver erhebt der in Frankfurt lebende Oleg Jurjew in seinem dritten Roman zum Erzählprinzip. Der gescheiterte Geschichtestudent erlebt auf diesem „Fliegenden Holländer“ fantastische Wiedergeburten zwischen Rausch und Traum, ist dabei aber immer auf der Suche nach der in der Ostsee versunkenen Stadt Vineta (sein Dissertationsthema), bei der ihm schon


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