Kleinanzeiger

Menschen hinter Inseraten

Lexikon | Lukas Plank | aus FALTER 33/09 vom 12.08.2009

Lehrer, ein Leben lang

Warum sich Franz Duda als „Leihopa“ an Kinder verleiht

Jeden Vormittag lernt Franz Duda. Er macht Aufgaben zur Vektorrechnung und paukt Latein. Franz Duda ist 61 Jahre alt. Er lernt nicht für sich, er lernt für seinen Leihenkel. „Elias hat vor einem Jahr in der Schule mit Latein begonnen. Also hab ich rechtzeitig angefangen, mir die Sprache beizubringen.“ Mit Vektoren müsse Elias zwar noch nicht rechnen, „aber ich lerne schon einmal vor.“ 37 Jahre lang hat Duda an einer Hauptschule Informatik und Mathematik unterrichtet. Dann ist er in Pension gegangen, und die Einsamkeit ist gekommen. „Und die ist sicher ein Hauptgrund, warum ich Leihenkel suche. Aber es geht mir auch darum, dem Leben einen Sinn zu geben. Und ich vermisse die Kinder.“

Sieben Leihenkel hatte Franz Duda schon. Es war eine schöne Zeit: Ausflüge in den Park und zur Sommerrodelbahn, gemeinsame Lernnachmittage, gemütliche Abendessen bei der Familie. „Aber als Leihopa hat man es oft


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