Kein Raum für politisches Gewäsch

Falter & Meinung | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Betrifft: „Von Opfern und Tätern“, Interview mit Martin Graf, Falter 33/09

Im Falter 31/09 fordert Armin Thurnher völlig zu Recht eine Gesetzesregelung, die eine Abwahl des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf ermöglicht. Zwei Ausgaben später führen Stefan Apfl und Florian Klenk ein zweistündiges Interview mit Graf, und bieten ihm eine einseitige Plattform, auf der er seine, nur als politisch obszön zu bezeichnenden Aussagen über den Nationalsozialismus unwidersprochen ausbreiten kann: Er wäre kein Nationalsozialist, sondern wahrscheinlich Widerstandskämpfer gewesen, weil er kein sozialistisch eingestellter Mensch ist.

Allein für diese unverfrorene ideologische Verquickung von „nationalsozialistisch“ und „sozialistisch“ disqualifiziert sich Graf für sein Amt. Und seine rechte Gesinnungsgemeinschaft – womit er offensichtlich die FPÖBZÖ und die Burschenschaft Olympia meint – als Vorreiter des „ehrlichen Umgangs mit dem Nationalsozialismus“ zu bezeichnen,


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