Kommentar Familienpolitik

Einkommensabhängiges Kindergeld: Es geht um Kinder nicht um Familie

Falter & Meinung | Ulrike Mühlberger | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Die Koalition ist nach wie vor uneins über die Umsetzung des einkommensabhängigen Kindergelds. Dabei wäre eine Einigung jetzt dringender denn je. Warum?

Die drei wesentlichsten Auswirkungen des einkommensabhängigen Kindergelds liegen auf der Hand: Erstens kann es einen Beitrag zur Erhöhung der Geburtenrate leisten und so die Finanzierung des Sozialstaats nachhaltig sichern. Für viele, vor allem gut ausgebildete Frauen, ist das angebotene Paket „Familie und Beruf“ nicht ausreichend, und sie entscheiden sich deshalb für ein Leben ohne Kinder. Zweitens würde das einkommensabhängige Kindergeld die Arbeitsmarktintegration von Frauen erhöhen. Sie erhielten einen Anreiz, bereits vor der Karenz ihr Arbeitsausmaß zu erhöhen und früher in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Das wäre sowohl für die Karriere der Frau als auch für die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt positiv. Drittens würde es dazu führen, dass Männer stärker an der Kindererziehung teilnehmen. Am Arbeitsmarkt


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