Kolumne Außenpolitik

Obamas Dialogbereitschaft fordert Burmas Regime heraus

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Eine Formel, wie man mit Diktaturen am wirkungsvollsten umgeht, gibt es nicht. Kann man sie durch Sanktionen in die Knie zwingen, oder ist es zielführender, sie in einen Dialog zu verwickeln? US-Präsident Obama ist für die zweite Strategie. Zuerst hat er dem Iran ein Gesprächsangebot gemacht, dann die Reisebeschränkungen von den USA nach Kuba gelockert. Nordkoreas Diktator hat Besuch von Expräsident Clinton erhalten, und nun sind Burmas bizarre wie brutale Generäle an der Reihe.

Diesmal war es Senator Jim Webb, prominentes Mitglied des mächtigen außenpolitischen Ausschusses, der dem Chef des Militärregimes die Hände schüttelte – aber auch dessen prominente Gegenspielerin, der Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi. Sie hat den größeren Teil der vergangenen 20 Jahre in unterschiedlichen Formen von Arrest verbracht. Über 2000 oppositionelle Aktivisten sitzen im Gefängnis. Die Opposition, die im Exil eine äußerst aktive Lobby bildet, sieht die Entwicklung kritisch. Die


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