Nachgesehen Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Das Ende der Serviten: Die Mönche gehen, der Alsergrund trauert

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Sie haben hier die Kinder getauft, die Paare getraut, die Toten begraben: Die Servitenmönche gehören zum Alsergrund. Trotzdem müssen sich die letzten vier Ordensbrüder mit 31. August aus dem barocken Kloster im neunten Bezirk zurückziehen – auf Beschluss ihrer Innsbrucker Leitung wegen „zunehmend eingeschränkter personeller und finanzieller Möglichkeiten“. Bis zuletzt haben die Leute des Grätzels gegen das Ende der Serviten gekämpft, erzählt Dietmar Hübsch, im Zivilberuf Beamter und Sprecher der Initiative „Pro Serviten-Rossau“. 5200 Unterschriften haben die Aktivisten zum Erhalt des Ordensstandorts gesammelt. „Dieses Interesse der Menschen an ihrer Pfarre hat auch Kardinal Schönborn beeindruckt, bei dem wir noch einen Termin hatten“, sagt Hübsch nach der Audienz. Ändern konnte diese zwar nichts mehr, aber die Alsergrunder wollten nicht einfach zuschauen. „Mündige Bürger können nicht schweigen, wenn in ihrem Umfeld so etwas passiert.“


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