„Ich war eine moralische Instanz“

Medien | Gespräch: Martin Gantner Julia Ortner | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Der Journalist und profil-Mitbegründer Peter Michael Lingens über Verhaberung, Eitelkeit, Anstand und den schlechten Stil des Aufdeckers Alfred Worm

Kanzlerfeste und Politikerheurige sind nicht seine Sache. Peter Michael Lingens sitzt die ganze Zeit in Spanien, glaubt selbst sein Herausgeber. „Wahrscheinlich, weil ich nicht in den Lokalen verkehre, in denen, man‘ sich zeigt“, sagt Lingens. Der profil-Mitbegründer und späterer Standard-Chefredakteur hat sich abseits seiner profil-Kolumne zurückgezogen. Zu seinem 70. Geburtstag rechnet er in „Ansichten eines Außenseiters“ mit sich selbst und dem Land ab – eine spannende Mischung aus persönlicher Chronik, Journalismusgeschichte und scharfer Analyse des Zeitgeschehens.

1994 schied Lingens im Zuge der Kalal-Mekis-Affäre aus der Führungsfunktion im Standard aus. Ihm wurde vorgeworfen, seinen Freund Franz Kalal angestiftet zu haben, beim Wiener Staatsanwalt Wolfgang Mekis hinsichtlich der Einstellung eines Strafverfahrens interveniert


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