Technik Dinge, die uns brauchen

Das neue Nokia E75: Für die Wurstfinger unter uns

Medien | Prüfbericht: Thomas VaŠek | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Die QWERTZ-Tastatur zählt zu den bedeutendsten Erfindungen der Schriftkultur. Bis heute gibt es nichts Besseres, um Worte auf Papier oder Bildschirm zu bringen. Man sollte die Tastatur daher unter Artenschutz stellen. Und alle Geräte, die über eine solche verfügen – und damit meine ich eine physische Tastatur, kein Fake-Keyboard auf dem Touchscreen. Unter anderem deshalb bin ich ein erklärter Blackberry-Fan – da muss schon einiges passieren, damit ich ihm abschwöre. Der neueste Versuch kommt von Nokia mit seinem Business-Handy E75. Es besitzt ja, Gott sei Dank, eine aufschiebbare QWERTZ-Tastatur. Das E75 ist so groß wie ein normales Handy, also wesentlich kleiner als der E90-Communicator von Nokia. Der zwangsläufige Nachteil ist das deutlich kleinere Display, doch auf dem 2,4-Zoll-Bildschirm lassen sich Webseiten und Mails auch gut lesen. Dazu gibt es Bürofunktionen, wie Quickoffice und einen PDF-Reader. Das E75 kann darüber hinaus Voice-over IP, also Telefonieren via Internet, und hat ein UKW-Radio sowie einen Musikplayer. Ein GPS-Empfänger samt Kartensoftware ist bei einem Preis von 450 Euro Ehrensache. Und zu den Fotos aus der 3-Megapixel-Kamera liefert das Handy praktischerweise auch Positionsdaten mit. Alles in allem ein vielseitiges Handy mit nützlichen Funktionen. Dass es auch eine QWERTZ-Tastatur hat, verdient besondere Anerkennung. Ebenso wie die relativ breiten Tasten für die Wurstfinger unter uns.

Thomas VaŠek ist Chefredakteur des PM-Magazins und rezensiert für den Falter jede Woche Mediengadgets


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