Im Wurstelprater: Rambazamba für Tollywood

Neun Tage lang war ein indisches Filmteam für Dreharbeiten in Wien. Gedreht wurde unter anderem im Prater

Feuilleton | Reportage: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

S chnauzbart und Bäuchlein: Victory Venkatesh sieht genau so aus, wie man sich einen indischen Superstar vorstellt. Gel im leicht rötlich gefärbten Haar, eine Sonnenbrille von Dolce & Gabbana im Gesicht, lehnt der Schauspieler lässig an einem Zaun.

Indischen Touristen, die ganz aus dem Häuschen sind, wenn sie den Star entdecken, gibt er Autogramme, europäischen Reporterinnen macht er Komplimente: Kennen wir uns von irgendwoher? Natürlich nicht, Victory Venkatesh kennt hier ja auch niemand. Neun Tage lang war er mit seinem Filmteam aus Hyderabad für Dreharbeiten in Wien. Bollywood kommt aus Mumbai, Hyderabad ist ein Zentrum der Tollywood genannten südindischen Filmindustrie.

„Namovenkatesa“ heißt der Film; es geht um einen Bauchredner, der in Europa die große Liebe sucht. Oder so. Man drehte in der Innenstadt, fuhr Fiaker und setzte sich am Maria-Theresien-Platz in Szene. Nun ist das Team im Prater unterwegs, das Rambazamba dort scheint keinen zu stören. Im Gegenteil: 20 Leute


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