„Für Kritiker sind meine Filme eine Herausforderung“

Feuilleton | Interview: Gerhard Midding | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Regisseur Quentin Tarantino über charismatische Schurken und den Wunsch, Hitler zu töten Seite 26–27

Mit Ausnahme von Brad Pitt ist womöglich jeder von Quentin Tarantinos Darstellern in diesem Frühjahr mit der bangen Frage zur Premiere nach Cannes gereist, ob seine Rolle im fertigen Film überhaupt noch enthalten ist; aber selbst der Star bleibt im Endprodukt bemerkenswert unterbeschäftigt. „Inglourious Basterds“ (siehe Rezension unten), inspiriert von Engo G. Castellaris beinahe gleichnamigem Söldnerfilm, ist ein work in progress – und wird es wohl auch noch bis zur definitiven DVD-Edition bleiben.

Mehr als acht Jahre trug sich Tarantino mit dem Projekt. Angesichts der Erzählmöglichkeiten des Stoffes – das rüde Weltkriegsmärchen über ein jüdisch-amerikanisches Kommandounternehmen, das mit einfallsreicher Mordlust Angst und Schrecken unter den Wehrmachtstruppen im besetzten Frankreich verbreitet – wucherte der Film beinahe zu einer TV-Miniserie aus. Gedreht hat der


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