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Es schneit auf das Kino: „Liebelei“ von Ophüls

Lexikon | Michael Omasta | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Ein bleibendes Meisterwerk des Kinos der Zwischenkriegszeit: „Liebelei“ von Max Ophüls (1932), eine Geschichte um Offiziere und ihre Wiener Mädel, fotografiert von Franz Planer in einem Atelier in Berlin nach Arthur Schnitzlers gleichnamigem Stück. „Christine und der Leutnant, sich ewige Liebe und Treue schwörend, fahren im Schlitten durch einen Märchenwald. Am Ende – im Zeichen des Todes der Liebenden – wird diese Szene noch einmal lebendig. Die Natur, jenseits des teilnahmslosen, die sterblichen Menschen überdauernden Wechsels der Jahreszeiten, ist zum Bestandteil des Mythos von der ewigen Liebe geworden“, notierte der große Peter Nau einst in der Münchner Zeitschrift Filmkritik. „Bis hin zu ‚Lola Montez‘ wird der Schnee, als das Symbol für die Ursprünglichkeit und die Reinheit der Liebe, in den Filmen von Ophüls wiederkehren.“

Bellaria Kino, Do 16.00, 17.45


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