Film Noch im Kino

Bauchfleck mit Baby: François Ozons „Ricky

Lexikon | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Eines schönen Tages hat der kleine Wonneproppen blaue Flecken am Rücken. Katie, seine Mutter, und wir, das Publikum des Films, sind uns rasch einig: Paco, der Vater, muss ihn wohl verhauen haben. So treibt François Ozon, Frankreichs überschätztester Regisseur der Gegenwart, in seinem jüngsten Film, „Ricky“, noch mit dem Schrecken des Kindesmissbrauchs dumme Scherze. Nur keine falsche Hysterie, bitte, wegen ein paar kleiner Blutergüsse! Ricky, ein Kind der Liebe, ist ein Engel: Aus seinen wunden Schulterblättern wachsen ihm Flügerl, und kaum wird er flügge, ist er, wie Katies und Pacos reine Liebe, auch schon wieder auf und davon. – Ein veritabler Bauchfleck aus Sozialdrama und Märchen, der erbitterte Fans des Filmemachers dennoch zu Tränen rühren wird. MO

Weiterhin in den Kinos (OmU im Votiv)


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