Ohren auf!

Sammelkritik

Lexikon | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

Technopop ist am prickelndsten, wenn die Balance zwischen Kühle und Kitsch, anonymen Klängen und individuellem Ausdruck gelingt. Genau daran versuchten sich Zoot Woman am Beginn des Jahrzehnts. Das englische Trio ließ die 80er wieder aufleben – cool, aber nicht teilnahmslos.

Trotz guter Presse war das Unternehmen kommerziell ein Misserfolg. Zoot-Drittel Stuart Price hat danach Karriere als Produzent von Madonna oder den Killers gemacht. Jetzt ist er zu seinen alten Freunden Johnny und Adam Blake zurückgekehrt, um es noch einmal zu versuchen.

Das neue Album heißt „Things Are What They Used to Be“ (Snowhite) und schließt fast nahtlos an „Living in a Magazine“ (2001) und „Zoot Woman“ (2003) an. Robotische Sounds und Discoelemente, Melancholie und kleine Melodiebögen ergeben wiederum feine Popsongs für alle Lebenslagen von Tanzen bis Träumen. An den Koordinaten der Sounds hat sich kaum etwas verändert, der Unterschied zu früher ist, dass die Ideen noch um eine Spur griffiger


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