Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 34/09 vom 19.08.2009

... dass das Café Ritter in Konkurs ist. Laut Wiener Zeitung ist nicht klar, ob es das Traditionskaffeehaus an der Mariahilfer Straße weiter geben wird. Offenbar sind die Betreiber im Rückstand mit der Miete. Der Termin für die Tagsatzung ist der 6. Oktober. Das Café ist das einzige an der Mahü (abgesehen vom Westend). Bitte nicht noch einen Drogeriemarkt oder Fastfooddiskonter für den Boulevard.

… dass die Fahrradprämie der Stadt vielleicht ausgeweitet wird. Ursprünglich wollte man den Neukauf von 500 Rädern mit einer 70-Euro-Verschrottungsprämie fördern. Mehr als 1000 Interessierte innerhalb 24 Stunden führen nun zu Überlegungen, die Aktion zu verlängern (siehe dazu auch Seite 6).

… dass die Fernkälte ein gutes Geschäft ist. Und momentan die beste Alternative zur Fernwärme. So soll das Fernkältenetz ausgebaut werden. In der Spittelau eröffnete man vergangene Woche eine neue Zentrale. Gebäude wie das AKH könnten mit Fernkälte umweltfreundlicher klimatisiert werden. 51 Millionen Euro soll der Ausbau kosten.

... dass das Sommerloch der Wiener ÖVP noch kein Ende hat. Aktuelle Forderung: Geschäftsleute, die ihre Auslagen verkommen lassen, sollen künftig Strafe zahlen. Abgesehen davon, dass solche „Geschäftsleute“ ohnehin gestraft genug sind: Womöglich hat die Stadtpartei da die Falschen im Visier. Lassen nicht viel mehr Hausbesitzer Geschäftslokale leerstehen?

... dass der Wiener Prater für den deutschen Spiegel zu den weltweit größten Tourismusenttäuschungen zählt. „Zum Gähnen schön“, heißt es da. Und man lobt – ausgerechnet! – den neuen kitschigen Pratervorplatz.


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